In Italien habe ich wieder einmal gemerkt…

…wie wenig mich berühmte Sehenswürdigkeiten anziehen. Es ist, als ob jeder Blick, jedes Foto dieser vielen Touristen eine neue Schicht der Wahrnehmung auf diese bekannten Motive legen. Und weil diese Wahrnehmungen meistens oberflächlich sind, schärfen sie die Umrisse des Motivs nicht, sondern lassen sie im Gegenteil unschärfer werden (wie bei einem kurzen Kameraschwenk) – so dass man das Motiv nur wirklich sehen, für sich einnehmen kann, wenn man diese ganzen Schichten durchdringt und genauer hinsieht.

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(www.i1.wp.com/images.nationalgeographic.com)

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. almathun sagt:

    Manchmal habe ich den Eindruck, je häufiger etwas angesehen oder abfotographiert wird, desto hässlicher wird es/er/sie. Die Ureinwohner der USA wussten schon früher als andere, dass beim Fotographieren die Seele gestohlen wird. 😉

    1. Ja, ich habe auch das Gefühl, dass sich die Motive beim häufigen Ansehen/Abfotographieren irgendwie „abnutzen“…

  2. Gringo sagt:

    Nachdem wir selber „unscharf“ sind liegt uns, meine ich, alle Unschärfe nah.

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