Apropos🎲: übernachten

Sarahs Reisetagebuch

16. Mai 1778

Heute übernachten wir in Llangollen, ein kleines Städtchen, das durch den Fluss Dee mit zahlreichen anderen Städtchen verbunden ist, die ebenso fließend von der Zunge gehen: Llanfor, Llanderfell, Llandrillo, Llantysilio. Ein paar Stunden zuvor sind wir auf den Dinas Bran gestiegen und haben die Burgruine des Crow Castle besichtigt. Nun, das wäre freilich ein Anwesen nach unserem Geschmack: es besteht nur noch aus einigen verstreuten Mauerteilen, die wir ganz nach unserem Gutdünken zusammensetzen könnten. Leider bedürfte es dazu wohl der Kraft einer ganzen Bataillon sowie des Jahreseinkommens eines Herzogs.

Danach fuhren wir zu einem alten Kloster nördlich von Llangollen. Es scheint, dass in dieser Gegend viele Bauwerke darauf warten, von einem gnädigen Spender wiederaufgebaut, wieder bewohnt, in ein neues Zeitalter geführt zu werden – denn auch das Kloster entpuppte sich bei näherem Hinsehen als eine Ruine; das bunte Glas in den Bogenfenstern ist durch das wolkengemusterte Blau des Himmels ersetzt worden. Kann es sein, dass Wales das England ist, das wir gesucht haben?


Unter der Kategorie „Apropos“ veröffentliche ich jetzt regelmäßig Auszüge aus meinem zweiten Romanprojekt „Die Anatomie blauroter Rosen“, das hoffentlich bald in fertiger Buch- oder eBook-Form erscheint. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, schreibt mir einfach!

(c) Celine Marsolais

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