Das Schlusslicht #13 – Buchmessenfieber!

Kaum zu glauben, aber ich bin dieses Jahr zum allerersten Mal auf einer Buchmesse. Dabei müssten die Messen für mich als (gelegentliche) Literaturübersetzerin, Autorin und Buchbloggerin eigentlich ein jährlicher Pflichttermin sein! Vielleicht waren es in den letzten Jahren meine Scheu vor Menschenansammlungen oder die Tatsache, dass ich niemanden kannte, der mit mir zusammen auf die…

Das Schlusslicht #11

Das Schlusslicht scheint in letzter Zeit mehr und mehr eine zusammenhängende Artikelserie zu werden, und zwar darüber, wie sich meine immer schon vorhandene Affinität zur Popkultur mit dem neu gefundenen Interesse für spirituelle Themen verbindet. Das zeigt, dass der (kreativ tätige) Mensch eben immer zum Narrativ tendiert – längst spukt auch eine Romanidee zu dem Thema in…

Vom „richtigen“ Sehen

In letzter Zeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie man Objekte so darstellen kann, dass sie nicht statisch und bedeutungslos, zufällig wirken, sondern dem Text etwas „geben“, ihm vielleicht sogar eine Bedeutungsebene hinzufügen. Möglicherweise denkt man bei diesem Thema zuerst an die Malerei, an das „innere Auge“, an „Mal nicht, was du weißt,…

Westliches Denken vs. Östliches Denken

oder: Was ich durch die Korrektur der Masterarbeit einer Chinesin über ihre Muttersprache erfahren habe Früher in der Schule habe ich mich gewundert, warum bei meinen Erörterungen immer eine so schlechte Note rauskam. In allen anderen Textsorten – Gedichtinterpretation, Figurenbeschreibung,  – erzielte ich die besten Ergebnisse, und dann – bämm – drückte die eine fiese Erörterung am Ende…

Leseimpressionen: May Sarton

[…] Friends, even passionate love, are not my real life unless there is time alone in which to explore and to discover what is happening or has happened. Without the interruptions, nourishing and maddening, this life would become arid. Yet I taste it fully only when I am alone here […]   For a long…

Leseimpressionen: Hélène Cixous

Ich bin eine Frau. Wann? So oft wie möglich und notwendig. Und vor allem dann, wenn ich beginne, ein neues Haus zu bauen oder ein neues Buch ins Leben zu rufen, mit den rituellen und ängstlichen ersten Schritten. Oder vor allem bei der ungeschickten, versuchsweisen Gründung einer zerbrechlichen, provisorischen Stadt, die ich lebendig, aber zitternd…

Manchmal schreibt man am liebsten übers… Schreiben.

Mit meinem neuen Roman geht es zurzeit so zäh voran, dass sich meine Figuren eigentlich im Dauerfreeze-Zustand befinden, der nur für ein paar Momente am Tag aufgehoben wird, in denen sie dann in Zeitlupe ein paar Schritte gehen, ein paar Sätze sagen. Wenn ich den Roman jetzt an dieser Stelle abbrechen ließe, würden die Figuren wie versteinert am Rand…

Ein bisschen in eigener Sache oder: „Ecris-toi!“

Es ist nun gut einer Vierteljahrhundert her, seit die französische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Hélène Cixous ihr berühmtes Statement veröffentlicht hat: „Frauen schreiben mit ihrem Körper“. Seitdem ist dieser Satz, und im Zusammenhang damit ihr bekanntestes Werk „Das Lachen der Medusa“ von vielen belächelt, kritisiert und unter den Teppich gekehrt worden. Eine deutsche Übersetzung des Textes…

Manche Bilder, die man im Kopf hat…

… sind einfach ungreifbar (von der Hand, die den Stift hält), so als existierten sie nur als Spiegelung, als eine Art Fata Morgana innen auf der Netzhaut… i0.wp.com/cdns2.freepik.com/